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Dienstag, 17. Juli 2018

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Gruppenbild
Vom 14. bis 28. Juli sind in Meißen 26 Jugendliche aus über zehn Nationen in Meißen zu Gast, die während des Internationalen Workcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. für die Freilegung von Gräbern mit Toten aus dem Ersten Weltkrieg sorgen.

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges verblassen vielerorts dessen Spuren – so auch in Meißen. Auf dem Neuen Johannisfriedhof zeugen zugewachsene Grabsteine und kaum zugängliche Wege eines Gräberfeldes davon, dass die Erinnerung an diese historischen Ereignisse schwindet.

 

Damit sich dies ändert, sind vom 14. bis 28. Juli 26 Jugendliche aus über zehn Nationen im Alter von 16 bis 25 in Meißen zu Gast, die während des Internationalen Workcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. für die Freilegung von Gräbern mit Toten aus dem Ersten Weltkrieg sorgen. Neben der praktischen und inhaltlichen Arbeit lernen die Jugendlichen auch Meißen und die Region kennen. Sie besuchen zum Beispiel das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau, erkunden Dresden und wandern im Elbsandsteingebirge. Darüber hinaus befassen sie sich mit den Kriegs- und Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts, entwickeln durch den interkulturellen Austausch Botschaften für ein friedliches Miteinander und gestalten die Erinnerungskulturen Europas aktiv mit.

 

In seiner Begrüßungsrede sprach Oberbürgermeister Olaf Raschke den Jugendlichen seinen Dank dafür aus, dass sie sich für Meißen entschieden haben, um hier durch das Bewahren der Erinnerung einen verantwortungsvollen Beitrag für die gemeinsame Zukunft zu leisten: „Die Gräber der vergangenen Kriege mahnen uns bis heute zu Frieden, Völkerverständigung und Toleranz. Leider zeigen viele aktuelle Entwicklungen, auch in Europa, dass nicht alle diese historische Einsicht verstanden haben. Dass Sie als junge Europäer hier zusammenkommen, um das Andenken an die Opfer des ersten Weltkrieges zu wahren, ist auch angesichts dieser Rückschritte ein besonderes Zeichen der Hoffnung auf eine friedvolle europäische Zukunft.“

 

Zum feierlichen Abschluss der Jugendbegegnung findet am Donnerstag, dem 26.07.2018 um 17 Uhr auf dem Neuen Johannesfriedhof Meißen eine öffentliche Gedenkfeier statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Jugendbegegnung wird durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

 

Kontakt: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kompetenzcenter Internationale Jugendbegegnungen, Anne Schieferdecker, Telefon: 0172-4988943, E-Mail: anne.schieferdecker@volksbund.de

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 106 

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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