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Mittwoch, 22. Mai 2019

Rudolf Bergander – ein Maler in Meißen

Wandbild

Im Rahmen einer Erinnerungspräsentation wurde heute anläßlich des 110. Geburtstages von Rudolf Bergander auf diesen Meißner Künstler aufmerksam gemacht

Am Mittwoch, dem 22. Mai, wurde im Meißner Rathaus im Rahmen einer Erinnerungspräsentation anlässlich des 110. Geburtstages des in Meißen geborenen Malers Rudolf Bergander (1909-1970) das im Foyer befindliche Wandgemälde vorgestellt. Rechts neben dem Eingang befindet sich ein titelloses Wandgemälde Berganders aus dem Jahr 1949, es zeigt symbolisch den gesellschaftlichen Aufbruch der nunmehrigen „Arbeiter- und Bauern-Macht“, der, geführt von der Arbeiterklasse im Bündnis mit der Intelligenz und den Bauern, vollzogen wird.

 

Das Wandgemälde wurde bislang aus konservatorischen Gründen durch eine Schutzkonstruktion abgedeckt, die für die Erinnerungspräsentation entfernt wurde. Der Maler Rudolf Bergander zählt zum Schülerkreis von Otto Dix (1891-1969), sein Frühwerk ist stilistisch der Neuen Sachlichkeit zu zuordnen.

 

In seinem Grußwort nannte Bürgermeister Markus Renner die wichtigsten biographischen Details aus Berganders Leben und ging auch auf das Wandbild ein. Die Initiatorin der Erinnerungspräsentation, Marianne Horns (sachkundige Einwohnerin im Sozial- und Kulturausschusses), trug etwas zur Entstehung der Idee dieser besonderen Wiedervorstellung eines Kunstwerkes bzw. Künstlers vor.

 

Biographisches zu Rudolf Bergander

- geb. am 22. Mai 1909 in Meißen
- 1923–1928 Ausbildung zum Porzellanmaler in der Manufaktur Meißen
- 1928–1932 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Richard Müller und Otto Dix
- 1928 Mitglied der KPD und 1929 der Assoziation revolutionärer bildender Künstler
- 1933–1940 freischaffender Künstler in Meißen
- 1940 Eintritt in die NSDAP
- 1940 bis 1945 Kriegseinsatz, anschließend Kriegsgefangenschaft
- 1946 Eintritt in die SED
- 1947 Mitglied der Künstlergemeinschaft „Das Ufer“
- 1949 Dozent für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
- 1951 Professor an der HfBK Dresden
- 1952–1958 und 1964/65 Rektor der HfBK Dresden
- Studienreisen: Bulgarien (1951), Italien (1955/56), u.a.
- 1956 Nationalpreis III. Klasse
- 1961 Mitglied und Sekretär für Bildende Kunst der Deutschen Akademie der Künste
- 1962 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze, 1969 in Silber
- 1964 Auszeichnung „Banner der Arbeit“
- verst. am 10. April 1970 in Dresden, Grab auf dem Heidefriedhof

 

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
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