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Dienstag, 5. Februar 2019

Bauherrenpreis und Jugendbauherrenpreis 2018 verliehen

bauherren

Bereits zum sechsten Mal lobte die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte im vergangenen Jahr den Bauherrenpreis für „Hervorragende Sanierung oder Neubau im historischen Stadtkern in den Mitgliedsstädten“ aus. In Meißen entschied sich die Jury, der unter anderem die Oberbürgermeister der Mitgliedsstädte angehören, diesmal für das Sanierungsvorhaben von Bettina und Dr. Jörg Martin Freydank am Handwerkerhaus Görnische Gasse 35.

Neben Meißen zählen zur Arbeitsgemeinschaft die Städte Bamberg, Görlitz, Lübeck, Stralsund und Regensburg.

 

Wichtig: die ausgezeichneten Projekte sollten Vorbildwirkung für das Bauen in den historischen Altstädten haben.

 

Gewürdigt wurden dabei vor allem das Engagement der Bauherren sowie besonders durchdachte architektonische Lösungen.

 

Mit der Sanierung in der Görnischen Gasse 35 sei ein wichtiger Beitrag zur Revitalisierung der Straße erfolgt, die eine historische Verbindung zwischen Altstadt und der Porzellanmanufaktur bildet, so die Begründung. Nach langem Leerstand, erheblichem Substanzverlust durch Brandstiftung im Dachstuhl und mehrfachem Eigentümerwechsel gelang nun in engem Zusammenwirken mit der Denkmalpflege die Rettung des prägenden Gebäudes. Gleichzeitig hat sich hier auf beeindruckende Weise gezeigt, wie sich historische Substanz als Eigenheim nutzen lässt. Besondere Details, etwa eine der ältesten Holzbalkendecken der Stadt von 1435 wurden liebevoll restauriert und erhalten, ebenso wie die ursprüngliche Giebelstruktur. Für die von 2015 bis 2017 erfolgte Sanierung zeitigte das Meißner Architekturbüro Hauswald verantwortlich.

 

Neben dem ersten Preis, der mit 1.500 Euro und einer Bronzeplakette dotiert war, erhielten zwei weitere Projekte eine Anerkennung.

 

So konnte die Städtische Entwicklungs- und Erneuerungsgesellschaft SEEG mit der denkmalgerechten Sanierung des Ensembles in der Burgstraße 2, bestehend aus zwei barocken Bürgerhäusern punkten. Barockportal und des kleiner Innenhof mit toskanischen Säulen blieben erhalten. Die historische Gebäudesubstanz und die dazugehörigen Freiflächen wurden maßgeblich aufgewertet. Entstanden sind moderne und individuelle Mietwohnungen.

 

Auch bei der Sanierung des zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses Görnische Gasse 4 durch Dr. Hyunil und Meinolf Krohner mit dem Architekturbüro Hainz wurden die originalen Baustrukturen der Renaissance weitgehend erhalten. Wendeltreppe, sowie die stark geschädigten Gewände der Fassaden und Innenräume konnten wiederhergestellt werden, die Dachkonstruktion mit originalen Handwerksmethoden rekonstruiert. Das Gebäude gehört zu den historisch wertvollsten Bürgerhäusern der historischen Altstadt.

 

Erstmals hat die AG Historische Städte in diesem Jahr einen „Jugendbauherrenpreis“ unter den Schulen ausgeschrieben. Ziel war es, junge Leute für den Erhalt und die Pflege historischer Substanz zu begeistern Dazu sollten die Teilnehmer ein Entwicklungskonzept für ein sanierungsbedürftiges historisches Gebäude erstellen.

 

In Meißen haben zwei Gruppen aus dem Landesgymnasium Sankt Afra ihre Arbeiten eingereicht. Der erste Preis geht mit 500 Euro an Helene Schütze, Paula Winkler und Maike Lindenau. Die drei Schüler entwarfen ein kreatives Nutzungskonzept für ein sanierungsbedürftiges Gebäude in der Görnischen Gasse mit Kunstcafé und vielen weiteren Ideen.

 

Über den zweiten, mit 300 Euro dotierten Preis dürfen sich Jona Loreen Sommer, Emilia Luise Meyer und Marie Luise Köhler freuen, die sich ebenfalls mit dem Haus in der Görnischen Gasse 32 befasst hatten.

 

Vom 5. Februar bis zum 6. März 2019 ist im Rathausfoyer eine Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen zu sehen.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 107

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

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