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Mittwoch, 16. Mai 2018

Bitte nicht füttern! – Tiere in der Bildenden Kunst - Sonderausstellung von 18. Mai bis 23. September im Stadtmuseum

Hund
Ob stolz oder possierlich, bedrohlich oder faszinierend – Tiere sind seit Menschengedenken ein beliebtes Motiv künstlerischen Schaffens. Ihre Symbolkraft ist unendlich, ihr Identifikationsfaktor hoch. So konnte das Stadtmuseum Meißen für seine aktuelle Sonderausstellung „Bitte nicht füttern! – Tiere in der Bildenden Kunst“ aus einer großen Bandbreite an Kunstwerken von Pfau über Tiger bis hin zum Mops schöpfen. Mehr als 300 Exponate erwarten die Besucher.

Im Mittelpunkt stehen Kleinplastiken aus Keramik und Porzellan. Darunter sind Werke vom 18. Jahrhundert bis um 1970 aus der Porzellan-Manufaktur Meissen und der Meißner Ofenindustrie (Teichert) aber auch aus thüringischen, bayrischen und fränkischen Porzellanfabriken. Selbst aus Wien, Kopenhagen und Ungarn finden sich einige besondere Stücke.

Hintergrund zur Ausstellung

Tierdarstellungen gehören zu den häufigsten und ältesten Themen der Bildenden Kunst. Schon auf neolithischen Höhlenmalereien finden sich Tiermotive und prägen in unterschiedlicher Intensität und Bedeutung die gesamte Kunstgeschichte.

Mit steigendem Interesse an der Natur in der Renaissance trat die Tierdarstellung in eine neue Phase: Das Tier wurde vom symbolhaften Wesen zum Studienobjekt. Statt von außen mit Bedeutungen versehen zu werden, war es nun selbst zum Objekt darstellerischen Interesses geworden.

Nach der Erfindung des europäischen Hartporzellans um 1710 und dem Beginn seiner Fertigung in Meißen, wurde es bereits um 1730 zum Werkstoff realistischer Tierdarstellungen. Einige populäre, technologisch und darstellerisch erstaunliche Figuren der Porzellan-Manufaktur Meissen legen davon Zeugnis ab. Sie stammen aus den Sammlungen der Meissen-Porzellan-Stiftung und des Stadtmuseums Meißen.

Ebenfalls in Meißen begann im 18. Jh. die Erfolgsgeschichte der Kleinplastik, sie wurde Teil der Produktpalette vieler deutscher und europäischer Porzellanhersteller. Das zeigt besonders die Sammlung von Frank Werner aus Weinböhla. Sie umfasst vor allem Hundefiguren, passend zum chinesischen Jahr des Hundes 2018. Mit ihrer Symbolkraft, die Loyalität, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit verkörpert, waren und sind Figuren der Vierbeiner besonders beliebt.

Der Sammler Karl B. Thomas hat sich dagegen auf Skulpturen aus den Meißner Ofenfabriken spezialisiert. Diese Betriebe versuchten nicht nur in Sachen Geschirr, sondern auch mit Tierfiguren namhafter Künstler, der Porzellan-Manufaktur nachzueifern.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tritt das Tiermotiv in der Bildenden Kunst in eine neue Epoche ein. Einerseits erfuhr das Tier als autonomes Sujet in der Plastik wieder größere Aufmerksamkeit, andererseits trat neben Pflanzen im Jugendstil nun auch die Fauna als Ornamentmotiv in der angewandten Kunst hervor.

Neben Kleinplastiken aus Porzellan und Keramik ist auch der Tierdarstellung in der Meissener Medaillenkunst eine Vitrine gewidmet. Die Exponate werden ergänzt von zweidimensionalen Tierdarstellungen aus Malerei und Grafik.

Ausstellung „Bitte nicht füttern! – Tiere in der Bildenden Kunst“, 18. Mai bis 23. September 2018, Stadtmuseum Meißen, Heinrichsplatz 3, Eintritt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familien 8 Euro

Veranstaltungen:

  • Samstag, 18 . August 2018 ab 18 Uhr: Programm zur Langen Nacht
  • Mittwoch, 12. September, 18 Uhr: Führung durch die Ausstellung

Das Stadtmuseum Meißen, Heinrichsplatz 3, hat Dienstag bis Sonntag  (auch am Pfingstmontag) jeweils 10 – 18 Uhr geöffnet.

Kontakt

Anne Dziallas
Leiterin Büro des Oberbürgermeisters

Markt 1, 01662 Meißen
1. Etage, Zi. 106 

+49 (0) 3521 467207

+49 (0) 3521 467281

E-Mail